Über mich . . wie ich wurde, was ich bin
Pferde sind seit meiner Kindheit ein unverzichtbarer Teil meines Lebens. Schon als Kind hatte ich ein eigenes Pony und auch später immer wieder mit Pferden zu tun.
Doch mein wirklicher Fokus auf das Thema Hufe begann erst, als mein selbst gezogener Wallach Washita massive Probleme mit seinen Hufen bekam.
Seine Beschwerden äußerten sich auf dramatische Weise. Während des Trabs verlor er den Takt und sprang plötzlich mit der Schulter hoch, als wäre es ein fliegender Wechsel. Trotz zahlreicher Konsultationen bei Therapeuten, Sattlern und Tierärzten blieb ich ratlos. Ein besonders beunruhigendes Detail fiel mir auf. Washitas Hufe hatten eine seltsame Form angenommen – "Rettungsringe" vorne und deformierte Hufe hinten. Als ich den Hufschmied nach ihrer ungewöhnlichen Erscheinung fragte, erhielt ich die schlichte Antwort: "Ihr Pferd hat nun mal dreieckige Hufe." Doch mein Bauchgefühl ließ mir keine Ruhe.
Auf der Suche nach Antworten stieß ich auf die Huforthopädie und entdeckte vielversprechende Therapieansätze. Sofort bestellte ich eine Huforthopädin zur Behandlung. Die Fortschritte waren erstaunlich. Nach einigen Monaten war Washita wieder taktrein zu reiten. Die Faszination für die orthopädische Hufbearbeitung ließ mich nicht mehr los und motivierte mich, selbst eine Ausbildung zur Huforthopädin zu beginnen. Was als Selbsthilfe für mein Pferd begann, entwickelte sich schnell in eine Passion.
Bereits während meiner Ausbildung erhielt ich Anfragen von anderen Pferdebesitzern, die meine Hilfe suchten. Seit dem Jahr 2012 bin ich als Huforthopädin tätig. Seitdem habe ich zahlreichen Pferden geholfen und damit ein tiefgreifendes Fachwissen rund um den Pferdehuf erworben.